Der Feind auf unserem Rasen

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Wie aus der Presse zu entnehmen war, ist die Urwaldkampfbahn über mehrere Monate von einer Plage heimgesucht worden. Immer wieder war unser geliebter Platz übersät mit Faustgroßen Löchern, die teilweise bis zu 10 cm tief in die Erde reichten.
Mehrere Arbeitsdienste, die der Verein angesetzt hat, um die Löcher wieder zu stopfen, erwiesen sich alle als erfolglos, da wenige Tage später dasselbe Phänomen aufgetreten ist.
Wir hatten erst eine Krähenschaar in Verdacht, was sich in der Folgezeit als Fehleinschätzung erwies. Im August haben wir erstmals die Gemeinde eingeschaltet, weil wir uns nicht mehr zu helfen wussten. Dort wurde unser Problem erst nicht weiter verfolgt. Als die Anzahl der Löcher Anfang September enorm anstieg, wurden mehrere Ortstermine gemacht, um zu beratschlagen, wie man vorgehen könnte.
Die hinzugezogenen Jäger empfahlen, erstmal Wildkameras aufzustellen, um herauszufinden, wer die Löcher in den Rasen gräbt. Mittlerweile hatten wir in unseren Arbeitsdiensten über 5000 dieser Löcher wieder verfüllt. Jeder kann sich ausmalen, in welchem Zustand sich der Platz befand.
Nach einer Woche der Platzüberwachung mit 3 Wildkameras, die sich die Fußballabteilung geliehen hatte, hatten wir den Schädiger im Bild und sogar auf Video. Ein Dachs hat sich unseren Fußballplatz als Speisesaal ausgesucht und über Nacht teilweise enorme Schäden angerichtet.
Mittlerweile hat die Gemeinde einen Auftrag zur Zaunsanierung erteilt, um den Dachs auf Dauer vom Platz fernzuhalten. Da jedoch das Zaunmaterial aufgrund allgemeiner Lieferengpässe lange Lieferzeiten hat, ist als schnelle Lösung ein Schafzaun mit einem Weidezaungerät installiert worden. Bisher hat die Maßnahme den gewünschten Erfolg erzielt. Es sind keine neuen Löcher mehr entstanden.
Wir haben jetzt die letzten Löcher wieder verfüllt. Der Platz wird jetzt noch gewalzt, um die entstandenen Unebenheiten weitestgehend zu beseitigen und dann hoffen wir, dass der Platz wieder ohne Einschränkungen nutzbar sein wird.