1. Herren: SW Middelsfähr – TV Neuenburg 1:5

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Der TV Neuenburg hat ein echtes Ausrufezeichen gesetzt und mit einem hochverdienten 5:1 (3:0)-Erfolg bei SW Middelsfähr die drei Zähler auf beeindruckende Art und Weise entführt. Von der ersten Minute an präsentierte sich die Auswärtsmannschaft hellwach, taktisch bestens eingestellt und extrem kaltschnäuzig vor dem gegnerischen Gehäuse. Die mitgereisten Neuenburger Fans mussten auf den Rängen nicht lange auf den ersten Grund zum Jubeln warten, da die Gäste sofort die Initiative übernahmen und die Defensive von Schwarz-Weiß früh in der eigenen Hälfte unter Druck setzten. Lohn dieser mutigen Anfangsphase war ein folgerichtig herbeigeführter Elfmeterpfiff in der 7. Spielminute, nachdem ein Neuenburger Angreifer im gegnerischen Strafraum nur noch durch ein Foul zu stoppen gewesen war. Ajwasow übernahm die Verantwortung, behielt die Nerven und verwandelte den Strafstoß flach und souverän zur frühen 1:0-Führung für den Turnverein. Middelsfähr versuchte im Anschluss zwar aufzubäumen und sich besser in die Zweikämpfe zu beißen, doch die Neuenburger Hintermannschaft stand extrem stabil und fing die Angriffsversuche meist schon im Mittelfeld ab. Einzig Osewold musste in der 37. Minute zu einem taktischen Foul greifen und sah dafür die Gelbe Karte, um einen potenziell gefährlichen Konter der Hausherren frühzeitig zu unterbinden.
Offensiv glänzten die Gäste an diesem Tag vor allem durch ihre enorme Standardstärke und spielerische Leichtigkeit. In der 34. Minute schlug die Stunde von Gehs, der sich den Ball in aussichtsreicher Position zurechtlegte und einen direkten Freistoß mit viel Gefühl über die Mauer hinweg genau in den Winkel zirkelte – ein absolutes Traumtor, das den Torwart von Middelsfähr völlig chancenlos ließ und den Vorsprung auf 2:0 ausbaute. Kurz vor dem Pausenpfiff legte Neuenburg direkt nach und bewies seine spielerische Klasse: Nach einer feinen und schnellen Kombination durch das gegnerische Zentrum stand Ceylan in der 40. Minute goldrichtig und schob die Kugel eiskalt zum vorentscheidenden 3:0 ein. Dass in dieser intensiven Partie trotz der klaren Verhältnisse ordentlich Feuer steckte, bewies die Gelbe Karte gegen Torschütze Gehs in der 43. Minute, der nach einem harten Einsteigen verwarnt wurde, ehe der Unparteiische die Mannschaften kurz darauf in die Kabinen bat. Wer dachte, die Gäste würden sich im zweiten Durchgang auf dem komfortablen Drei-Tore-Vorsprung ausruhen und einen Gang zurückschalten, sah sich direkt nach dem Wiederanpfiff getäuscht. Nur zwei Minuten waren in der zweiten Halbzeit gespielt, als es erneut lichterloh im Strafraum der Hausherren brannte. Ein scharf und präzise geschossener Freistoß von Ajwasow konnte vom gegnerischen Keeper nicht festgehalten und nur nach vorne abgeblockt werden. Krause schaltete blitzschnell, lauerte gedankenschnell auf den Abpraller und staubte in der 47. Minute mühelos zum viel umjubelten 4:0 ab.
In der 52. Minute gelang den Gastgebern von SW Middelsfähr nach einer kurzen Unachtsamkeit in der ansonsten so sattelfesten Neuenburger Hintermannschaft der Ehrentreffer zum 1:4-Zwischenstand. Doch die Gäste ließen sich von diesem Gegentreffer keineswegs aus dem Konzept bringen oder gar nervös machen. Das Trainerteam nutzte die komfortable Führung stattdessen geschickt aus, um die Belastung perfekt zu steuern, einigen Leistungsträgern eine Pause zu gönnen und frische Kräfte von der Bank zu bringen. In der 59. Minute verließen die beiden Aktivposten Ajwasow und Gehs unter Applaus den Platz, für sie kamen Drewes und Willms neu in die Partie. Nur wenig später, in der 67. Minute, folgte ein dreifacher Wechsel, der die enorme Qualität und Tiefe im Kader des TV Neuenburg eindrucksvoll unter Beweis stellte: Schönhöbel, Felden und Borchers ersetzten Khalaf, Krause und Meyer. Diese Auswechslungen taten dem Spielfluss der Gäste überhaupt keinen Abbruch, denn die eingewechselten Joker fügten sich nahtlos in das System ein, hielten das Tempo hoch und kontrollierten das Spielgeschehen in der Schlussphase nach Belieben. Middelsfähr fand offensiv überhaupt keine Mittel mehr, während Neuenburg den Ball geschickt in den eigenen Reihen laufen ließ. Den Schlusspunkt einer rundum gelungenen und absolut dominanten Partie setzte schließlich ein eingewechselter Akteur in der Nachspielzeit. In der 94. Minute gab es nach einem erneuten Foulspiel im Strafraum der Gastgeber den zweiten Elfmeter für die Gäste. Felden trat selbstbewusst an, behielt die Ruhe und verwandelte sicher zum verdienten 5:1-Endstand. Am Ende stand eine absolut reife, geschlossene und überzeugende Vorstellung des TV Neuenburg, die Lust auf mehr macht.