Der TV Neuenburg hat die richtige Antwort auf die bittere Vorwochenniederlage gegeben und vor heimischer Kulisse einen ganz wichtigen 1:0 (1:0)-Arbeitssieg gegen die Reserve des VfL Wilhelmshaven eingefahren. In einer intensiven und bis zur letzten Sekunde spannenden Begegnung sahen die Zuschauer ein echtes Kampfspiel, das beiden Mannschaften spielerisch und körperlich alles abverlangte. Von Beginn an entwickelte sich eine packende Partie, in der sich beide Teams nichts schenkten und sich hüben wie drüben hochkarätige Torszenen erspielten. Zwar verbuchte Neuenburg über die gesamten 90 Minuten ein leichtes Chancenplus, doch auch die Wilhelmshavener Gäste blieben durchgehend gefährlich. Ein herber Rückschlag ereilte die Hausherren bereits in der 32. Spielminute: Nach einem unglücklichen Luftzweikampf knallte Gehs heftig auf den Rücken und musste verletzungsbedingt ausgewechselt werden; für ihn kam Hyseni neu in die Partie. Die Mannschaft ließ sich davon jedoch nicht schocken und schlug nur eine Zeigerumdrehung später eiskalt zu. In der 33. Minute schlug Krause einen Freistoß präzise in den Strafraum, wo der Ball bei Ajwasow landete. Der Torjäger fackelte nicht lange, haute das Leder humorlos in die Maschen und markierte mit diesem goldenen Treffer bereits sein sensationelles 22. Saisontor. Kurz vor der Pause wurde es noch einmal hitzig, als Aden in der 40. Minute nach einem harten Einsteigen die Gelbe Karte sah, ehe es mit der knappen Führung in die Kabinen ging.
Im zweiten Durchgang blieb das Tempo hoch, und Neuenburg investierte viel, um den Sack vorzeitig zuzumachen, verpasste es jedoch trotz guter Gelegenheiten, auf 2:0 zu erhöhen. Das Trainerteam wechselte in der Folge klug, um der physischen Gangart der Gäste frische Kräfte entgegenzusetzen. In der 63. Minute kam Ceylan für Drewes, und in der 75. Minute folgte ein Doppelwechsel: Lübben ersetzte den unermüdlichen Krause, während Meyer für Oetken auf den Rasen kam. Wenig später, in der 83. Minute, ersetzte Borchers zudem Hartwig. Die Schlussphase verlangte der Heimelf schließlich alles ab, denn die letzten 15 Minuten gehörten komplett dem VfL Wilhelmshaven II. Die Gäste warfen alles nach vorne und drängten vehement auf den Ausgleich, doch die Neuenburger Hintermannschaft verteidigte in dieser Drangphase extrem leidenschaftlich und hochkonzentriert.
Wie intensiv die Crunchtime war, spiegelte sich auch in der Flut an Verwarnungen in der Schlussphase wider. Nachdem Willms bereits in der 78. Minute Gelb gesehen hatte, folgten in der packenden Nachspielzeit reihenweise gelbe Karten für Jürgens (90.), den eingewechselten Lübben (93.) und schließlich für Torschütze Ajwasow (94.), der in ebendieser Minute im Rahmen eines taktischen Wechsels unter Applaus für Drewes Platz machte. Am Ende hielt das Abwehrbollwerk dem späten Ansturm der Gäste stand. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und großem Kampfgeist rettete der TV Neuenburg den knappen Vorsprung über die Zeit und bejubelte einen am Ende verdienten Heimsieg.