Walking Football begeistert bei der BGW-Kulturwerkstatt in Hamburg TV Neuenburg bringt Gesundheitsfußball und Inklusion in die Hansestadt

Walking Football begeistert bei der BGW-Kulturwerkstatt in Hamburg

TV Neuenburg bringt Gesundheitsfußball und Inklusion in die Hansestadt

Manchmal braucht es einfach den richtigen Zufall, damit eine gute Idee entsteht. So war es auch beim Zusammentreffen von Jörg Schlange, stellvertretender Geschäftsführer der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW), und Steffan Wemcken vom TV Neuenburg. Beide lernten sich bei einem Walking-Football-Turnier kennen. Schnell entstand die Idee, den gesundheitsfördernden Gehfußball im Rahmen der „BGW-Kulturwerkstatt“ den Mitarbeitenden der Berufsgenossenschaft näherzubringen.
Gesundheitsfußball trifft Gesundheitsförderung – hier kam zusammen, was zusammengehört!
Am 4. und 5. November 2026 war es dann so weit. In der BGW-Hauptverwaltung in Hamburg wurde Walking Football zum festen Bestandteil der zweitägigen Mitarbeiterveranstaltung.
Neuenburger Inklusionsteam mit dabei
Für Jörg Schlange war der TV Neuenburg die erste Adresse. Der Verein verfügt über ein breites Walking-Football-Angebot und hat sich in den vergangenen vier Jahren viel Erfahrung und Fachwissen erarbeitet. Besonders das Thema Inklusion spielt dabei eine wichtige Rolle. Während Walking Football bundesweit vor allem bei der Generation 50+ immer beliebter wird, sind inklusive Angebote noch vergleichsweise selten.
In Neuenburg spielen seit über drei Jahren mehr als 20 Sportlerinnen und Sportler mit Beeinträchtigungen begeistert Gehfußball. Deshalb war es der BGW ein besonderes Anliegen, auch das Inklusionsteam „Die Walking Football Starter“ nach Hamburg einzuladen.
Die Freude über die Einladung war riesengroß – doch zunächst galt es, einiges zu organisieren. Eltern, Betreuer, Arbeitgeber und Wohneinrichtungen mussten eingebunden und die Anreise der 15 Sportlerinnen und Sportler geregelt werden.
Hier half erneut ein glücklicher Zufall: Über persönliche Kontakte entstand die Verbindung zum Wilhelmshavener Motorradclub „Hasentour“, der sich seit vielen Jahren für soziale Projekte engagiert. Nach einem Gespräch mit Sascha Scheller stand fest: „Die „Hasentour“ übernimmt die Kosten für den Reisebus nach Hamburg!
Eine großartige Unterstützung, für die sich alle Beteiligten herzlich bedanken.
Ein ebenso großer Dank gilt dem engagierten Trainer- und Betreuerteam um Marlene Tönjes, Kati Kross, Mario Fassbender, Gerold Redemann, Corinna Schindler und Wiebke Kohl, das mit großem Einsatz diese besondere Fahrt ermöglichte.
Vom Parkhaus zur Walking-Football-Arena
Am frühen Morgen des 4. November startete der Reisebus bereits um 6 Uhr in Neuenburg Richtung Hamburg.
Dort wartete eine außergewöhnliche Sportstätte: Ein komplettes Parkdeck der BGW-Hauptverwaltung war von Messebauern in eine kleine Fußballarena verwandelt worden. Zwei mit Kunstrasen ausgelegte und von Banden umgebene Spielfelder boten beste Voraussetzungen.
Auf einem Feld demonstrierten die Neuenburger „Walking Football Starter“ eindrucksvoll, wie inklusiver Gehfußball funktioniert. Auf der zweiten Spielfläche durften die Mitarbeitenden der BGW selbst aktiv werden.
Insgesamt 16 Workshops an beiden Veranstaltungstagen – und alle waren ausgebucht!
Nach einer kurzen Einführung durch Jörg Schlange und Steffan Wemcken ging es für die Teilnehmenden direkt auf den Platz. Für die meisten war Walking Football absolutes Neuland. Doch schon nach wenigen Minuten waren anfängliche Zurückhaltung und Skepsis verschwunden. Stattdessen bestimmten Bewegung, Begeisterung und viele lachende Gesichter das Geschehen.
Auch Special Olympics zeigt Interesse
Ein besonderer Gast begleitete die Workshops am zweiten Veranstaltungstag: Nathalie Baron, Bundestrainerin Unified Sports und verantwortlich für Special Olympics Sportprogramme.
Sie informierte sich über Walking Football als inklusives Sportangebot und ließ es sich nicht nehmen, selbst begeistert mitzuspielen. Dabei erkannte sie das Potenzial, dass der inklusive Gehfußball auch für die zukünftige Entwicklung der Special Olympics bieten könnte.
Begeisterung auf ganzer Linie
Das Fazit nach zwei intensiven Tagen fiel durchweg positiv aus. Walking Football war für nahezu alle Teilnehmenden eine neue Erfahrung – eine, die offensichtlich großen Spaß machte. Alle machten aktiv mit, und die Rückmeldungen waren ausschließlich positiv.
Wie nachhaltig die Begeisterung war, zeigte ein Wunsch, den mehrere Mitarbeitende zum Abschluss äußerten:
„Lasst doch bitte das Spielfeld stehen – dann können wir in der Mittagspause Walking Football spielen!“
Für den TV Neuenburg und seine „Walking Football Starter“ war die Reise nach Hamburg ein besonderes Erlebnis und zugleich eine hervorragende Gelegenheit, die Möglichkeiten des inklusiven Gesundheitssports einem breiten Publikum vorzustellen.
Zwei Tage, viele neue Begegnungen, jede Menge Bewegung und die Erkenntnis: Walking Football verbindet Menschen – unabhängig von Alter, Leistungsfähigkeit oder Beeinträchtigung.
Bleib am Ball!